Ein schöner Garten - 365 Tage im Jahr? Kein Problem!

20 Tipps, wie der Garten das ganze Jahr über zum Hingucker wird.

 1. Die Lage sondieren:

Was ist eigentlich schon alles drin im eigenen Garten? Zu welcher Jahreszeit gefällt er einem am besten? Wann ist er eher trist und langweilig? Notieren, an welcher Stelle und zu welcher Zeit im Jahr Änderungsbedarf im Garten besteht und dann geht’s an die Planung!

 2. Auf den Standpunkt kommt es an:

Im Sommer verbringst man sicherlich einen Großteil seiner Freizeit draußen, deshalb sollte der Garten jetzt von allen Seiten toll aussehen. Frage daher: was will man sehen, wenn man durch den Garten streift? Im Winter hingegen hält uns das schlechte Wetter oft in den eigenen vier Wänden. Jetzt sollte der Garten vor allen aus dem Haus heraus gut wirken. Was soll den Blick auf sich ziehen, wenn man aus dem Fenster guckt?

 3. Abwechslung ja - Chaos: nein danke!

Natürlich hat man unglaublich viele Lieblingspflanzen, aber nur wenig Platz! Einfach von allem ein Exemplar zu pflanzen kann leicht chaotisch und unübersichtlich wirken. Besser ist es, sich auf definiertem Raum auf einige wenige Pflanzensorten zu beschränken und sie dafür in kleineren oder größeren Gruppen zu pflanzen. Schön ist es auch, einige Pflanzensorten immer wieder in einigem Abstand im Garten auftauchen zu lassen. Wir Menschen lieben Wiederholungen. Sie wirken beruhigend und harmonisch. Gleiches gilt für symmetrische Anordnungen - sie bringen Ruhe und Gleichmäßigkeit in den Garten.

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4. Gemeinsam sind wir stark!

Kombinationen wirken besser als Einzelpflanzen. Bei jedem neuen Gartenbewohner, kann man schon überlegen, mit welcher anderen Pflanze er gut harmonieren würde. Wenn man öfter passende Zweier- oder Dreikombinationen pflanzt, erhält man fast automatisch stimmige Gartenbilder. Eine schöne Paarung sind zum Beispiel Clemtis mit Kletterrosen oder Stauden in Komplementärfarben.

 

 

5. Für das Frühjahr:

Blumenzwiebeln - ein MUSS für jeden Frühlingsgarten -

Frühblüher wie Schneeglöckchen, Narzissen und Co. sind nach der tristen Winterzeit einfach nur bezaubernd. Die beste Pflanzzeit für diese Zwiebelpflanzen ist der Herbst. Sommerblüher kann man auch noch bis April/Mai in die Erde bringen.

 

6. Für den Sommer:

einmalig schöne Blütenträume kannst man mit abwechslungsreichen Staudenbeeten zaubern. Die Auswahl ist riesig! Mit Stauden in verschiedenen Höhen, Blattformen- und Farben sowie Farbzusammenstellungen kann man abwechslungsreiche Gartenbilder erschaffen. Dabei sollte man die Licht und Bodenansprüche dieser Pflanzen berücksichtigen, damit später alles gut gedeiht.

 

7. Für den Herbst:

Viele Gehölze hüllen sich jetzt in farbenfrohe Gewänder.

Besonders schöne Herbstfärber sind z.B. der Kugelamberbaum `Gumball´ (Liquidambar styraciflua), die Korkspindel (Euonymus alatus) oder viele Ahorn-Sorten (z.B. Acer ginalla).

 

 

8. Auch viele Ziergräser zeigen sich im Herbst von ihrer besten Seite.

Sie ziehen mit ihren auffälligen Blütenwedeln alle Blicke auf sich (z.B. das Garten-Pamapasgras `Evita´). Ein weiterer Pluspunkt: die leichten, feinen Blätter wirken ungemein auflockernd. Außerdem sind sie auch im Winter, bedeckt mit Rauhreif oder Schnee, noch eine schöne Zierde. Deshalb solltest man sie erst im Frühjahr zurückschneiden. 

 

9. Für den Winter:

Einige Stauden und Gehölze blühen sogar im Winter, z.B. die Christrose (Helleborus niger) oder die Zaubernuss (Hamamelis intermedia). Den sollte Standort man so wählen, dass die Winterblüher auch aus dem Haus herraus gut zu sehen sind. Auch Rinden-Ziergehölze bringen nun Farbe in den Garten, z.B. der Purpur-Hartriegel `Sibirica´ mit seiner roten Rinde oder der Feuerhartriegel `Midwinter Fire´.

 

 

10. Das ganze Jahr ein Highlight:

einige Gehölze sind das ganze Jahr über ein toller Blickfang und überraschen immer wieder mit neuen Highlights. Dazu gehört zum Beispiel der Eisenholzbaum (Parrotia persica). Sein Laub ist im Austrieb auffällig rot umrandet, die Blüten sind gelb mit roten Staubgefäßen und erscheinen im Frühjahr. Im Sommer belebt das kräftige Grün der Blätter. Besonders eindrucksvoll ist die leuchtend rote Herbstfärbung und im Winter ist die markante Rindenzeichnung ein Hingucker.

Auch folgende Pflanzen lassen einen mehrmals im Jahr über ihre Wandelbarkeit staunen: Zier-Apfel `Red Sentinel´, Feuerdorn `Orange Charmer´ oder der Perückenstrauch `Young Lady´.

 

 

11. Tolles Team:

Immergrüne Pflanzen sorgen dafür, dass der Garten auch im Winter nicht kahl wird. Aber nur immergrüne Gehölze sind auch eintönig. Am besten wirkt eine Kombination aus laubabwerfenden und immergrünen Pflanzen. So vermeidest man im Winter großflächige kahle Stellen im Garten und bekommst trotzdem die Leichtigkeit und Lebendigkeit durch die sommergrünen Laubpflanzen.

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12. Terassen-Chic:

Für die Verschönerung der Terrasse eignen sich farbenfrohe Sommerblumen im Kübel hervorragend. Wer nicht jedes Jahr neu pflanzen will entscheidet sich für winterharte Dauerblüher wie die Hortensie `Forever and Ever´, oder für andere kleimbleibende Ziergehölze wie zum Beispiel  den Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis) oder kleinbleibende Rhododendren und Moorbeetpflanzen. Für die Kübelkultur gibt es sehr viele geeignete Kanditaten.

 

13.Groß trifft klein:

je nach Größe des Gartens kann man als gestalterisches Element auch die Höhe der Gartenpflanzen ganz einfach variieren. Im Staudenbeet setzt man einige größere Solitär-Sträucher dazwischen oder arbeitet mit Bodendeckern, mittelhohen- und Großstauden. Auch geometrische Akzente wirken sehr interessant, z.B. mit verschiedenen säulen-fömig wachsenden Gehölzen, wie Eibe oder Hainbuche, Formschnittgehölzen oder Garten-Deko aus Holz oder Stein. 

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14. Blattschmuckgehölze wissen auch ohne Blüten zu begeistern und aufzufallen. Tolle Hingucker sind z.B. der Schlangenhaut-Ahorn `Red Flamingo´, der weißbunte Ilex `Casanova´® oder der gelbbunte Rhododendron `Blattgold´.

Noch mehr Vorschläge finden sich unter dem Reiter "Blattschmuckgehölze".

 

 

15. Verschiedene Laubfarben bringen Abwechslung ins grüne Einerlei.

Einfach zwischen die grünlaubigen Pflanzen hin und wieder mal einen gelb- oder rotlaubigen Farbtupfer setzen. Man kann auch ganze Ecken des Gartens einer vorherrschenden Laubfarbe widmen und dafür unterschiedliche Blattformen vergesellschaften. Sehr schöne Kontrastgehölze sind z.B. die gelblaubige Blasenspiere `Dart's Gold´, die dunkle Variante "Diabolo" oder der Schwarze Holunder `Black Lace´. und  der gelblaubige Sambucus nigra "Aurea", Blutbuche, Gold-Ulme, Gold Robinie und viele Andere mehr.

 

 

16. Auch bei der Blattform sollte man variieren.

Die Möglichkeiten sind dabei groß. Große und kleine Blätter, einfache und gefiederte, zwischendurch mal ein Nadelgehölz… Auch die langen, feinen Blätter der Gräser lockern das Gartenbild spielerisch auf.

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17. Bei Fuß bitte:

Als Unterpflanzung von großen Sträuchern oder Bäumen eignen sich viele blühende Bodendecker, wie z.B. das Kleine Immergrün (Vinca minor) oder verschiedene Stauden, wie zum Beispiel die große Familie der Storchschnabel-Gewächse. Für alle Lichtverhältnisse und Bodenansprüche gibt es geeignete Pflanzen!

 

 

18. Betonen der vertikalen Ebene.

Mit Hilfe von blühenden Kletterpflanzen verschönert man kahle Wände und langweilige Zäune. Ein einfaches Spalier mitten ins Beet gestellt und  beranken lassen wirkt als blühender Blickfang. Das Material für solche Spaliere kann, jee nach Geschmack, zwischen edlem Design in Edelstahl, über Rost-Elemente bis hin zu Eigenkonstruktionen aus Wildholz gehen. Besonders beliebt zum Beranken: Clematis, Geißblatt, Trompetenblume, Blauregen oder Kletter-Obst wie Kiwi und Weinreben!

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19. Ein stimmiges Farbkonzept.

Wenn´s um die Blütenfarben geht, hat ja jeder seine ganz persönlichen Vorlieben. Gut so! Aber nur rot-blühende Pflanzen im Garten sind ja auch irgendwie langweilig, oder? Und rot und lila direkt nebeneinander ist vielleicht auch nicht so jedermanns Sache. Eine Planung auf dem Papier kann die Zusammenstellung farblich geeigneter Kandidaten sehr erleichtern. Danach kann man dann, anhand der Pflanzenhöhe, über den Standort im Bett entscheiden, damit jede Pflanze gut zur Geltung kommt.

 

20. Lassen wir es summen und brummen!

Ein Garten wirkt erst dann so richtig lebendig, wenn in ihm auch emsig gearbeitet wird. Und wer ist schon fleißiger als die Bienen? Also bei der Pflanzenauswahl auch darauf achten, dass Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und einheimische Vögel  Nahrung und Unterschlupf finden. Viele Sommerblumen sehen zwar toll aus, haben aber keinen "Nährwert" für die kleinen Insekten. Besonders beliebt bei Bienen und Co. und auch noch sehr dekorativ: Schmetterlingshortensie `Butterfly´, Zwerg-Sommerflieder `Buzz´ oder die Weigelie `Alexandra´. Auch viele Stauden, hier besonders alle Korb- und alle Lippen-Blütler, sind wahre Insektenmagneten. Bäume wie Linden , Kastanien und Robinien summen zur Blütezeit nur so von emsigen Nektar- und Pollensammlern.

 

Ach, ich könnte ewig so weiter machen… aber es sollten ja nur 20 Tipps werden. Naja…

 Vielleicht weiß ja jemand noch tolle Tipps, die hier unbedingt Beachtung finden sollten? Immer her damit! Wir freuen uns.

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